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Pablo Picasso


1881 -1973
Leben und Werk

 

Zeittafel  

    1881
    Pablo Ruiz Picasso wird am 25, Oktober in Málaga als erstes Kind des Don Jos‚ Ruiz Blasco (1838 - 1913) und seiner Frau Dona Maria Picasso y Lopez (l855 - 1939) geboren. Sein Vater stammt aus dem Norden und ist Maler und Zeichenlehrer an der örtlichen Kunstgewerbeschule San Telmo, die Mutter ist Andalusierin.

    1884
    Geburt der ersten Schwester Lola (Dolorès)

    1887
    Geburt der zweiten Schwester Concepión (Conchita).

    1888 / 89
    Beginnt unter Anleitung des Vaters zu malen.

    1891
    Übersiedlung nach La Coruna im Norden, wo der Vater als Zeichenlehrer arbeitet. Tod der Schwester Conchita Eintritt ins Gymnasium Hilft dem Vater beim Malen.

    1892
    Tritt in die Kunstschule von La Coruna ein. Unterricht beim Vater.

    1894
    Schreibt und illustriert Tagebücher.  Der Vater erkennt die außergeöhnliche Begabung Pablos, übergibt ihm Pinsel und Palette und will selbst nie mehr malen.

    1895
    Umzug nach Barcelona. Eintritt in die Kunstakademie »La Lonja«, wo der Vater unterrichtet üerspringt die ersten Picassos Geburtshaus In Málaga, Plaza de la Merceded Klassen und besteht Prüfung für die Oberstufe mit Glanz.

    1896
    Erstes Atelier in Barcelona Erstes großes »akademisches« Ölbild, »Die Erstkommunion«, wird ausgestellt.

    1897
    »Wissenschaft und Nächstenliebe« (Barcelona Museo Picasso), das zweite große Ölbild, wird auf der ationalen Kunstausstellung in Madrid lobend erwähnt und gewinnt in Málaga Goldmedaille Brüder des Vaters schicken Geld, damit Pablo in Madrid studieren kann. Besteht Aufnahmeprüfung für Oberkurs an der Königlichen Akademie San Fernando in Madrid , die er im Winter wieder verläßt.

    1898
    Erkrankt an Scharlach und kehrt nach Barcelona zurück. Längerer Erholungsaufenthalt im Dorf Horta de Ebro bei seinem Freund Pallarés Landschaftsstudien.

    1899
    Wieder in Barcelona Verkehrt unter Künstlern und lntellektuellen im Kabarettcafé »Els Quatre Gats« (Die vier Katzen in Paris, lernt dort u a die Maler Junyer Vidal, Nonell, Sunyer und Casagemas kennen, den Bildhauer Hugué, die Brüder de Soto, den Dichter Sabartßés, sein späterer Sekretär und lebenslanger Freund. Macht Bekanntschaft mit dem Werk Steinlens und Toulouse Lautrecs Illustrationen für Zeitungen; erste Radierung.

    1900
    Atelier mit Casagemas in Barcelona Ausstellung von ca 150 Zeichnungen im »EIs Quatre Gats«. Oktober Abreise nach Paris. Atelier mit Casagemas am Montmartre. Sieht bei Händlern Werke von Cézanne, Toulouse Lautrec, Degas, Bonnard u. a. Kunsthändler Manñach bietet 150 Francs im Monat im Tausch gegen Bilder.  Berthe Weill kauft drei Stierkampfpastelle. Malt »Le Moulin de la Galette« (New York, Guggenheim Museum), das wohl erste Pariser Bild. Reist im Dezember mit Casagemas nach Barcelona und Málaga.

    1901
    Casagemas begeht in Paris Selbstmord. Picasso reist nach Madrid; dort Mitherausgeber von »Arte Joven«. Im Mai zweite Parisreise. Atelier am Boulevard de Clichy 130. Erste Pariser Ausstellung bei Vollard; verkauft 15 Bilder noch vor der Eröffnung. Signiert von jetzt nur noch mit »Picasso«, dem Namen seiner Mutter. Nach Motiven aus dem Pariser Leben ( » Die Absinthtrinkerin «) jetzt häufig Armut, Alter und Einsamkeit als Thema. Palette fast monochrom blaugrün; Beginn der Blauen Periode.

    1902
    Ende des Vertrags mit Manach. Rückkehr nach Barcelona Im April Pariser Ausstellung bei Berthe Weill. Weiterentwicklung der blauen Monochromie im Oktober dritte Parisreise Wohnt bei Dichter Max Jacob. Fast nur Zeichnungen< da kein Geld für Leinwände Weill zeigt die »blauen« Bilder.

    1903
    Im Januar Rückkehr nach Barcelona. Malt in 14 Monaten über fünfzig Bilder darunter »La Vie« Intensive Blautöne formulieren das körperliche Elend von Alter und Gebrechlichkeit.  

    1904
    Endgültige Übersiedlung nach Paris. Atelier im »Bateaux Lavoir« in der Rue Ravignan 13 (bis 1909). Lernt Fernan de Olivier kennen, die sieben Jahre seine Geliebte ist Radiert »Das bescheidene Mahl«. Besucht häufig den Zirkus Médrano (Anregung zu Zirkus und Gauklermotiven) und das »Lapin Agile«. Ende der Blauen Periode.

    1905
    Lernt Apollinaireund die Geschwister Leo und Gertrude Stein kennen. Malt häufig Zirkusthemen, darunter »Die Gauklerfamilie«. Beginn der Rosa Periode. Im Sommer Hollandreise nach Schoorl Erste Skulpturen Radierungsfolge »Die Seiltänzer«.

    1906
    Sieht Ausstellung iberischer Skulpturen im Louvre, die ihn beeindruckt. Lernt Matisse, Derain und den Kunsthändler Kahnweiler kennen. Vollard kauft die meisten »rosa« Bilder und gestattet Picasso damit erstmals ein sorgenfreies Leben. Reist mit Fernande zu den Eltern nach Barcelona; anschließend weiter nach Gosol im Norden Kataloniens. Malt dort »LaToilette«. Einflüsse der iberischen Skulptur:BildnisGertrudeStein« (NewYork, Metropolitan Museum of Art), »Selbstbildnis mit Palette«

    1907
    Malt »Selbstbildnis«. Bereitet in zahlreichen Studien und Variationen das große Gemälde » Les Demoiselles dl Avignnon« vor, das er im Juli bendet: das erste »kubistische« Bild, noch vor der »Erfindung« des Kubismus. Sieht afrikanische Skulbturen im Völkerkundemuseum. Beginn der als »Neger Elboche« bezeichneten Periode. Besucht zwei Cézanne Retrospektiven. Lernt Braque durch Alpollinaire kennen. Kahnweiler, begeistert von den »Demoiselles« wird sein einziger Händler.

    1908
    Malt zahlreiche »afrikanische« Akte unter Einfluß der Negerskulptur. Im Sommer mit Fernande in La Rue des Bois nördlich von Paris. Dort Figuren und Landschaften. Braque stellt bei Kahnvveiler die ersten kubistischen Bilder aus L´ Estaquue aus. Im November großes Bankett zu Ehren Henri Rousseaus, von dem er ein Bild erworben hat in Picassos Atelier.  

    1909
    Malt »Obstschale und Brot auf einem Tisch«. Beginn des »analytischen« Kubismus (Aufgabe der Zentralperspektive und Aufsplitterung der Form in facettenartige, Stereonhuetrische Gebilde). Im Mai mit Fernande Besuch bei Eltern und Freunden in Bancelona. Weiterreise nach Horta de Ebro. Dort produktivste Periode seiner Karriere. Landschaften und Architekturen (»Das Reservoir, Horta de Elbro«) im analytischen Kubismus. Portraits von Fernande (»Frau mit Birnen«). September Umzug an den Bouhlevard de Clichy 11 beim Place Pigalle; Braque als Nachhan. Skullbtur von »Fernande«; Stilleben. Erste Ausstellung in Deutschland (München, Galerie Thannhauser).

    1910
    Beendet die berühmten kubistischen Portraits der Kunsthändler Vollard und Kahnweiler (Chicago, Art lnstitute) sowie des Kritikers Uhde (Privatbesitz). Sommer mit Fernuande in Cadaqués bei Barcelona; Derain mit Frau kommen dazu.

    1911
    Erste Ausstellung in New York. Sommer in Céret (Pyrenäen) mit Fernande und Braqune. Führt erstmals Druckbuchstaben in seine Kompositionen ein. Muß zwei iberische Skunlpturen dem Louvre zurückgeben, die er unwissend vom Dieb gekauft hatte. Beziehung zu Fernande kriselt; knüpft Verbindung zu Eva Gouel (Marcelle Humbert), die er »Ma Jolie« nennt. Malt »Mann mit Mandoline« (Paris Musée Picasso).

    1912
    Erste Konstruktion aus Blech und Draht. Erste Collage (»Stilleben mit Rohrstuhl«, Paris, Musée Picasso) mit Wachstuch, das Rohrgeflecht imitieren soll. Reist mit Eva nach Céret, Avigno und Sorgues, wo sie Braque treffen. Erste »Papier collè«- Arbeiten (KIebebilder) Montagen aus Zeitungstiteln, Etikette Werbeslogans mit Kohlezeichnung auf Papier. September Umzug vom Montmartre zum Monntparnasse, Boulevard Raspail 242. Vertrag mit Kahnweiler für drei Jahre.

    1913
    Frühjahr mit EvainCéret, wo sie Braque und Derain treffen. Tod des Vaters in Barcelona. Die »Papier collés« leiten zum »synthetischen« Kumbismus über (große, flächige. »zeichenhafte« Formen; vgl »Gitarre«« Abb S 41). Er und Pablo kehren krank nach Paris zurück. Umzug in die Rue Schoelcher 5.

    1914
    DieGauklenfamilie« erzielt bei Versteigerung 11500 Francs. Juni mit Eva in Avignon; Treffen mit Braque und Derain. Malt »pointillsche« Bilder Braque und Derain werden bei Kriegsausbruch eingezogen. Kahnweiler geht nach ltalien, seine Galerie wird beschlagnahmt. Picassos Bilder werden düster.

    1915
    Realistische Bleistiftportraits von Max Jacob und Vollard. Malt »Harlekin«.

    1916
    Lernt über Cocteau den russschen Impresario Diaghilew und den Komponisten Satie kennen. Projekt des
    Balletts »Parade« für das »Russische Balett« mit Dekorationen Picassos. Umzug nach Montrouge, Rue Victor Hugo 22.
     

    1917
    Mit Cocteau nach Rom. Schließt sich Diaghilews Truppe an. Entwürfe für » Parade«. Lernt Strawinsky und die russische Tänzerin Olga Koklowa kennen. Besucht Neapel und Pompeji. Reist wegen Olga mit den Truppe nach Madrid und Barcelona. Olga bleibt bei ihm. November wieder in Montrouge, Malt »pointillistische« Bilder.

    1918
    Durch das Ballett Kontakte zur »großen« Gesellschaft; verändert seinen Lebensstil. Rosenberg wird sein neuer Händler. Heiratet Olga. Flitterwochen in Biarritz. Tod Apollinaires. Bezieht mit Olga zwei Stockwerke in der Rue La Boétie 23.  

    1919
    Lernt Miró kennen und kauft ein Bild. Mit dem »Russiscben Ballett« drei Monate in London. Entwürfe für »LeTricorne«; Zeichnungen der Tänzer. Sommer mit Olga in Saint Rapbael an der Riviera. Malt »Schlafende Bauern« und kubistische Stilleben.

    1920
    Entwürfe für Strawinsky Ballett »Pulcinella«. Rückkehr Kahnweilers aus dem Exil. Sommer mit Olga in Saunt RaphaeI und Juarn les Pins. Gouachen nach Motiven der Commedia dell´arte.

    1921
    Geburt seines Sohnes Paul (Paolo).»Mutter und Kind« -Thema taucht wieder auf. Weitere Ballettentwürfe. Versteigerungen der Sammlungen Uhdes und Kahnweilers, von den Franzosen im Krieg beschlagnahmt. Sommer mit Olga in Fontainebleau. Malt »Drei Musikannten« und mehrere Kompositionen mit monumentalen Figuren.
     

    1922
    Sammler Doucet kauft für 25000 Francs die »Demoiselles d´Avignon«. Sommer mit Olga und Paul in Dirnard (Bretagne). Dort »Laufende Frauen am Strand« und Winter Vorhang für Cocteaus »Antigone«.

    1923
    Harlekin-Portraits im neoklassizistischen Stil. Sommer in Cap d´Antibes; seine Mutter Maria kommt zu Besuch. Malt »Panflöte« und Studien von Badenden. In Paris Portraits von Olga und Paul.

    1924
    Mehrere große Stilleben in deknorativ kubistischer Manier. Wieder Ballettdekorationen. Ferien mit Olga und Paul in Juan-les-Pins. Portraitiert »Paula als Harlekin«. Breton veröffentlicht »Manifeste du Surréalisme«.  

    1925
    Frübjahr mit Olga und Paul bei Ballettgastspiel in Mornte Carlo. Malt »Der Tanz« (London, Tate Gallery), in dem sich erste Spannungen im Verhältnis zu Olga andeuten. Sommer in Juan-les-Pins. Dort »Atelier mit Gipskopf« mit Requisiten aus Pauls Puppentheater. November Teilnahme an erster Surrealistenausstellung.

    1926
    Serie von Assemblagen (Montagen vorgefundener Objekte wie Hemd, Scheuertucha, Nägel, Bindfaden) zum Thema Gitarre. Ferien in Juan-les-Pins und Antibes. Oktober Reise mit Olga nach Barcelona.

    1927
    Spricht auf der Straße die 17-jährige Marie-Thérèse Walter an, die kurz darauf seine Geliebte wird. Tod von Gris. Serie von Federzeichnungen badender Frauen mit aggressiver sexueller Thematik.

    1928
    Erste Skulptur nach 1914. Trifft Bildhauer Gonzalez. Sommer mit Olga und Paul in Dinard. Sieht heimlich Marie Thérèse. Kleine, farbstarke Gemälde mit zeichnenhaften Formen. Verschiedene Drahtkonstruktionen als Entwurf für Apollinaire-Denkmal.
     

    1929
    Arbeit mit Gonzalez an Skulpturen und Drahtkonstruktionen. Serie aggressiver Gemälde mit Frauenköpfen signalisiert Ehekrise Sommer in Dinard.

    1930
    Metallskulptunen im Atelier von Gonzalez. Malt »Kreuzigung« (Paris. Musee Picansso). Kauft Schloß Boisgeloup bei Gisors nördlich von Paris. Ferien in Juan-les-Pins. 30 Radierungen zu Ovids »Metamorpbosen«. Findet Wohnung für Marie Thérèse in der Rue La Boétie 44.  

    1931
    Skulptur »Frauenkopf« aus Salatsieben. Richtet Bildhaueratelier in Boisgeloup ein. Serie großer Kopfskulpturen und Büsten. Feriern im Juarn-les-Piuns. Erscheinen von Radierungszyklen bei Skira und Vollard.

    1932
    Serie sitzender oder liegender blonder Frauen, für die Marie-Thérèse posiert. Große Retrospektive in Paris (236 Arbeiten) und Zürich. Christian Zervos gibt ersten Band des Werkverzeichnisses heraus (bis jetzt 34 erschienen).

    1933
    Radierungen zum Thema Atelier des Bilddhauers für die spätere »Suite Vollard« sowie Zeichnungen zum »Minotaurus«. Thema Sommerferien in Cannes mit Olga und Paul. Anschließend Autofahrt nach Barcelona und Treffen mit alten Freunden. Versucht vergeblich Fernande OIiviers Memoirenbuch zu verhindern, aus Furcht vor Olga Eifersucht.

    1934
    Weitere Radierungen. Skulpturen in Boisgeloup. Spanienreise mit Olga und Paul zu Stierkämpfen (San Sehastián, Macdrid. Toledo, Barcelona). Zahlreiche Arbeiten zum Thema Stierkampf in allen Techniken.  

    1935
    Malt »Interieur mit zeichnendem Mädchen« von Mai bis Februar 1936 kein Bild mehr. Radiert »Minotauromachie« seinen bedeutendsten Zyklus. Marie-Thérèse ist schwanger. Trennung von Olga und Paul: Scheidung wird wegen Vermögensverteilung verschoben. Picasso »Die schlimmste Zeit meines Lebens«. Am 5. Oktober Geburt von Maria de la Concepción, genannt Maya, Picassos zweitem Kind. Sabartés, Picassos Jugendfreund, wird sein Sekretär.

    1936
    Wanderausstellung seiner Bilder: Barcelona, Bilbao Madrid. Heimliche Reise mit Marie-Thérèse und Maya nach Juan-les-Pins. Arbeiten am Minotaurus Thema. 18. Juli Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs. Er greift Partei gegen Franco; Republikaner ernennen ihn als Dank zum Direktor des Prado. August in Mougins bei Cannes. Trifft Dora Maar, jugoslawische Photographin. Überläßt Olga im Herbst Boisgeloup und zieht in Haus Vobtards. Marie-Thérèse folgt mit Maya.  

    1937
    Radiert »Traum und Lüge Frandos«. Bezieht neues Atelier in Rue des Grands-Augustin 7. Malt dort nach Luftangriff der Deutschen auf Guernica (26. April) riesiges Wandgemälde für den spanischen Pavillon auf der Pariser Weltausstellung »Guernica«. Portraitiert Dora Maar im Sommer in Mougins. Besucht Paul Klee in Bern. Museum of Modern Art in New York kauft »Les Demoiselles d´Avignon« für 24000 Dollar.

    1938
    Malt mehrere Versionen von Maya mit Spielzeug. Lebensgroße Collage »Frau bei der Toilette« (Paris, Musée Picasso). Sommer in Mougins mit Dora. Im Winter Schwerer Ischiasanfall.

    1939
    Picassos Mutter stirbt in Barcelona. Portraitiert am selben Tag Dora Maar und Marie-Thérèse in gleicher Pose Juli mit Dora und Sabartés in Antibes, Tod Volbards. Malt » Nächtlicher Fischfang in Antibes« darauf Dora mit Fahrrad und Eis. Bei Kriegsausbruch mit Dora untdSabartés nach Royan; dort auch
    Marie-Thérèse mit Maya. Bleibt, mit Unterbrechung, bis August 1940. Große Retrospektive in New York mit 344 Arbeiten, darunter »Guernica«.

    1940
    Pendelt zwischen Royan und Paris. Malt in Royan »Sich kämmende Frau« (New York, Sammlung Smith). Deutsche dringen in Belgien und Frankreich ein, besetzen im Juni Royam, Rückkehr nach Paris. Gibt Wohnung in Rue La Boétie auf und zieht ins Atelier Rue des Grands-Augustins. Verteilt Photos von »Guernica« an deutsche ( Offiziere (Frage:"Haben Sie das gemacht?"  Picasso: "Nein, Sie.")

    1941
    Schreibt surrealistisches Stück. »Wie man Wünsche am Schwanz packt«.Marie Thérèse zieht mit Maya zum Boulevard Henri lV; Picasso besucht sie an den Wochenenden. Darf Paris nicht verlassen, um in Boisgeloup zu arbeiten. Provisorisches Bildhaueratelier im Badezimmer.

    1942
    Malt »Stilleben mit Ochsensdhädel« Vlaminck denunziert ihn in Zeitungsartikel. »Bildnis Dora Maar« in gestreifter Bluse (New York Sammlung Hahn).  

    1943
    Assemblage »Stierschädel«, Skulpturen. Trifft junge Malerin Françoise Gilot; häufige Besuche im Atelier. Malt wieder.

    1944
    Verhaftung Max Jaobs und Tod im Konzentrationslager. Große Skubptur »Mann mit Schaf«. Lesung des Stücks »Wie man Wünsche am Schwanz packt«, mit Beteiligung von Abert Camus, Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre, Raymond Queneau u a. Tritt nach Befreiung von Paris in Kommunistische Partei ein. Mit 74 Gemälden erstmals Teilnahme am »Salon d´Automne«; stößt auf heftige Kritik.  

    1945
    Malt »Das Beinhaus«, Pendant zu »Guemica« Serie von Stilleben. Im Juli mit Dora Maar in Antilies. Mietet Zimmer für Françoise in der Nähe, die aber in die Bretagne fährt. Kauft für Dora ein Haus im Dorf Ménerbes und bezahlt mit einem Stilleben. Beginnt mit Lithographien im Pariser Atelier von Fernand Mourbot (bis 1949 entstehen 200 Arbeiten).

    1946
    Besucht in Nizza Matisse mit Françoise; wird seine Geliebte und zieht zu ihm. Malt und lithographiert Françoise. Im Juli mit ihr in Ménerbes; wohnen in Doras Haus. Françoise ist Schwanger. Picasso darf im Museum von Antibe arbeiten und schenkt nach vier Monater zahlreiche Bilder dem Museum, das bald Musée Picasso heißt. Erster kurzer Besuch in Vallauris.

    1947
    Lithographiert in Mourlots Werkstatt. Schenkt zehn Bilder dem Pariser Musée National dn Art Moderne. 15. Mai Françoise bringt Claude zur Welt. Picassos drittes Kind. Beginnt mit Keramiken in der Töpferei »Madoura«, Ehepaares Ramié. Bis 1948 entstehen ca. 2000 Arbeiten.

    1948
    Bezieht mit Françoise und Claude Villa La Galloise in Vallauris. Teilnahme am Friedenskongreß der Intelektuellen in Breslau; besucht Krakau und Auschwitz. Keramikausstellung in Paris. Portraits von Françoise.  

    1949
    Lithographiert »DieTaube«, das Plakatmotiv für Weltfriedenskongreß in Paris. 19 April: Geburt von Paloma (nach Plakatmotiv benannt), Picassos viertes Kind. Mietet alte Parfümerie in Vallauris als Atelier und Lager für Keramiken. Bildhauerarbeiten  

    1950
    Malt»Frauen am Seineufer nach Courbet« (Basel, Kunstmuseum) Skulpturen »DieZiege« und »Frau mit Kinderwagen« entstehen aus Abfallprodukten und werden in Bronze gegossen. Reist zum Weltfriedenskongreß nach Sheffield. Erhält Lenin Friedenspreis. Wird Ehrenbürger von Val Lauris.

    1951
    Malt »Massaker in Korea« als Protest gegen Invasion der Amerikaner. Gibt Wohnung in der Rue La Boétie auf und zieht in Rue Gay-Lussac 9. Keramiken in Vallauris. Skulptur »Pavian mit Jungem« Retrospektive in Tokio.

    1952
    Malt zwei große Wandbilder, » Der Krieg« und »Der Frieden«, für »Friedenstempel« in Vallaunis. Verhältnis zu Françoise wird schlechter.

    1953
    Arbeitet in Vallauuris. Große Ausstellung in Rom, Lyon, Mailand und Sao Paulo. Stalin Portrait zu dessen Tod führt zu  Kontroverse mit Kommunistischer Partei. Reihe von Büsten und Köpfen nach Françoise. Fahrt mit Maya und Paul nach Perpignan. Trifft dort Jacqueline Roque. Françoise zieht mit Kindern in Rue Gay-Lussac.

    1954
    Trifft Sylvette David ein junge Mädchen; Serie von Portraits Bildnisse von Jacqueline In Vallauris mit Fran~ois und den Kindern sowie dacqueline. Mit Maya und Paul in Perpignan. Trennung von Françoise. Jacqueline zieht zu ihm. Matisse stirbt (Picasso: "lm Grunde gibt es , nur Matisse"). Beginnt mit Variationen über » Die Frauen von Algier« nach Delacroix.

    1955
    Olga Picasso stirbt in Cannes. Mit Jacqueline in der Provence größere Retrospektive in Paris (danach München, Köln, Hamburg). Clouzot dreht Film »le Mystère Picasso«. Kauft Villa »La Californie« in Cannes Portraits von Jacu Jueline.  

    1956
    Serie von Atelierbildern darunter »Das Atelier  "La Californie"  in Cannes« und »Jacqueline im Atelier» Große Bronzeskulptur »Die Badenden« nach Assemblagen in Holz. Feiert 75 Geburtstag mit den Töpfern in Vallaunis. Protestbrief an die KP wegen Einmarsch der Russen in Ungarn.

    1957
    Ausstellungen in New York, Chicago und Philadelphia. Arbeitet in »La Californie« an vierzig Variationen über »Las Meninas« von Velázquez. Erhält Auftrag für Wandgemälde im neuen UNESCO Gebäude in Paris.

    1958
    Beendet UNESCO Wandgemälde »Der Sturz des Ikarus«. Kauft Schloß Vauvenargues bei Aix-en-Provence; arbeitet dort zeitweise zwischen 1959 und 1961.
     

    1959
    Malt auf Schloß Vauvenargues. Beginnt mit Variationen über Manets »Frühstück im Grünen« Wendet sich Linolschnitt zu.

    1960
    Retrospektive in Londoner Tate Gallery mit 270 Werken. Entwürfe aus ausgeschnittener Pappe für großflächige Metallskulpturen.

    1961
    Heiratet Jacqueline Roque in Vallauris. Umzug in Villa Notre-Dame de-Vie bei Cannes. Feiert 80 Geburtstag in Vallauris. Arbeiten aus bemaltem und gefalztem Blech.

    1962
    Über siebzig Portraits von Jacqueline. Erhält abermals Lenin-Friedenspreis. Bühnenbild für Pariser Ballett. Viele Linolschnitte.

    1963
    Variationen über Jacquelines Portrait. Serie zum Thema »Maler und Modell«. Eröffnung Museo Picasso in Barcelona. Braque und Cocteau sterben.

    1964
    Françoise Gilots Memoiren »Leben mit Picasso« erscheinen und führen zum Bruch Picassos mit Claude und Paloma. Ausstellungen in Kanada und Japan Entwurf für riesige Metallskulptur nach » Frauenkopf« für Civic Center in Chicago (1967aufgestellt)

    1965
    Gemäldeserie zum Thema »Maler und Modell«, Landscbaftsbilder Magenoperation in Neuilly-sur Seine; letzte Reise nach Paris

    1966
    Zeichnet und malt wieder; ab Sommer auch Druckgraphik. Große Ausstellung zum Gesamtwerk in Grand Palais und Petit Palais in Paris (über 700 Arbeiten); viele Skulpturen aus Picassos Besitz.

    1967
    Lehnt Aufnahme in Ehrenlegion ab Muß Atelier in Rue des Grands Augustins räumen. Ausstellungen in London und New York.

    1968
    Sabartés stirbt. Picasso schenkt Museum in Barcelona 58 Bilderserie »Las Meninas«. Macht 347 Radierungen in sieben Monaten.

    1969
    Zahlreiche Gemälde: Gesichter, Paare, Stilleben, Aktfiguren, Raucher.

    1970
    Schenkt alle Werke aus Familienbesitz in Spanien dem Museum in Barcelona (Jugendwerke aus Barcelona und La Coruna).

    1971
    Feiert 90 Geburtstag.

    1972
    Zeichnet Serie von Selbstbildnissen. Schenkt Museum of Modern Art in New York »Drahtkonstruktion« von 1928.

    1973
    Stirbt am 8. April in Mougins und wird am 10 April im Garten von Schloß Vauvenargues beerdigt.

    1979
    Als Ausgleich für Erbschaftssteuer gelangt ein Großteil wichtiger Werke aus Picassos Privatsammlung in den Besitz des französischen Staates. Ausstellung dieser Werke (des zukünftigen Musée Picasso) im Pariser Grand Palais.

    1980
    Größte Picasso Retrospektive aus Anlaß des 50 Geburtstages des New Yorker Museum of Modern Art.

    1985
    Eröffnung des Musée Picasso im »Hôtel Salé« in Paris (203 Gemälde, 191 Skulpturen, 85 Keramiken, über 3000 Zeichnungen und Graphiken).

     

 


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